Begleitetes Fahren ab 17 

 

Die Idee

Schon mit 17 den Führerschein machen? Das geht. Dieses Modell heißt „Begleitetes Fahren ab 17“ und funktioniert so: Ab 16 ½ darfst Du die Ausbildung in einer Fahrschule beginnen. Nach deiner theoretischen und praktischen Prüfung darfst Du ab deinem

17. Geburtstag mit der eingetragenen Begleitperson Auto fahren.

 

Weniger Risiko für Fahranfänger

Erfahrungen in anderen Ländern haben gezeigt, dass begleitetes Fahren das Risiko für Fahranfänger deutlich senkt. Jedes Jahr verunglücken in Deutschland 90.000 junge Menschen zwischen 18 und 24 Jahren mit dem Auto. In Schweden, wo junge Fahrer seit 1993 „begleitet fahren“ dürfen, sind die Unfallzahlen inzwischen um 40% gesunken. Beim „Begleiteten Fahren“ profitierst Du als Fahranfänger von der Erfahrung deiner

Begleitperson. So lernst Du leichter auch schwierige Situationen zu bewältigen.

 

Ausbildung ab 16 ½

Wenn keinerlei Bedenken gegen deine Fahreignung vorliegen (keine Punkte in Flensburg) und Deine Eltern schriftlich zustimmen, kannst Du ab 16 ½ eine Führerscheinausbildung für die Klasse B und BE beginnen. In dieser Ausbildung sind die Klassen  AM und L eingeschlossen. Schon in Deinem Antrag auf „Erteilung einer Fahrerlaubnis“ musst Du eine oder auch mehrere Personen angeben, die Dich später auf Deinen Fahrten begleiten sollen.

 

Die Begleitpersonen

Nicht jeder kann sich als Begleitperson eintragen lassen. Damit Du als Fahranfänger auch wirklich etwas lernen kannst und ein gutes Gefühl hast, müssen Deine Begleiter:

  • mindestens 30 Jahre alt sein
  • seit 5 Jahren oder länger im Besitz einer Fahrerlaubnis Klasse B sein und
  • dürfen nicht mehr als einen Punkt im Flensburger Fahreignungsregister haben

 

Dein Weg zum Führerschein

Frühestens einen Monat vor Deinem 17. Geburtstag kannst Du die Fahrprüfung ablegen. Wenn Du bestanden hast, erhältst Du – sobald Du 17 bist – eine Prüfbescheinigung, die Dir das Fahren in Begleitung erlaubt. Mit 18 Jahren erhältst Du dann den

EU-Scheckkartenführerschein. Für den Umtausch Deiner Prüfbescheinigung in den Kartenführerschein hast Du drei Monate Zeit.

 

Tipps für „begleitetes Fahren“

Auf jeder Fahrt muss eine Begleitperson dabei sein, die in der Prüfbescheinigung eingetragen ist.

Die Prüfbescheinigung gilt nur in Deutschland. Du darfst also nicht selbst im Ausland fahren. Für Dich als Fahrer gilt die Null-Promille-Grenze. Auch Dein Begleiter darf keinen Alkohol getrunken haben damit er Dich optimal unterstützen kann. Für ihn gelten 0,49 Promille als Höchstgrenze.

Achte auch darauf, dass Du keine Arzneimittel eingenommen hast, die deine Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen könnten.

Der Halter des Wagens, mit dem Du fahren lernst, sollte unbedingt seiner Kfz-Versicherung mitteilen, dass sein Wagen für den Modellversuch „Begleitetes Fahren“ genutzt wird. Dann kann seine Versicherungspolice angepasst werden, falls es nötig ist.

 

 

 

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